BALUKA

Neue, innovative Wohnausstellung

Heute schon an später denken
von barrierefrei bis rollstuhlgerecht

Am letzten Donnerstagabend waren ca. 130 Gäste ins 3.OG des Möbelhaus Pilipp in Bamberg geladen, um der offiziellen Eröffnung von BALUKA, einer neuen und innovativen Wohnausstellung von barrierefrei bis rollstuhlgerecht beizuwohnen. Nicole Orf, Behindertenbeauftragte der Stadt Bamberg und Projektleiter Steffen Marx begrüßten die Gäste aus Politik und Wirtschaft, Vertreter diverser Verbände und die am Projekt beteiligten Partner und erklärten das Konzept im Detail, bevor sich Anschluss daran die am Projekt beteiligten Partner vorstellen konnten.

BALUKA ist unter der Führung von BETONGOLD-Medien und dem Planungsbüro Arndt, ein neues Gemeinschaftsprojekt von aktuell ca. 15 starken Partnern aus der Region, die zusammen erlebbar aufzeigen wollen, wie eine Wohnung oder ein Haus unter Berücksichtigung von Kriterien wie Barrierefreiheit und rollstuhlgerechter Ausstattung aussehen kann und welche Funktionen sie haben kann. Es handelt sich dabei um eine entsprechend geplante und eingerichtete 4 Zimmerwohnung bestehend aus Küche, Bad, Wohn- und Schlafzimmer. Die Küche zeigt Ausstattungen wie z.B. speziell öffnende Schränke, eine mit Rollstuhl unterfahrbare Spüle und Einbaugeräte in anderen Arbeitshöhen. Im Bad sind in Kürze der höhenverstellbare Waschtisch und auch die Toilette, eine spezielle Dusche und Wanne mit zusätzlichen Hilfsmitteln wie Badewannenlifter zu erleben. Ein Komfortbett und Pflegebett, spezielle Fenster und teils automatisch öffnende Türen sind Teil des Schlafzimmers und auch im Wohnzimmer gibt es „entgegenkommende“ Möbel, wie z.B. die absenkbare Garderobe oder der höhenverstellbare Sekretär. Doch es sind noch viel mehr Produkte im Einsatz wie besonders belastbare und rutschfeste Böden, ein Tapetensystem, welches man hinterleuchten und nach Beschädigung erneut glattziehen kann. Auch induktives Hören, ein Hausnotruf und viele Dienstleistungen um die Pflege, Fördermittel und weitere Inhalte stehen bereits am Anfang zur Verfügung. Dies nennen wir vorerst eine Grundausstattung, die im Laufe der Zeit durch weitere Spezialanbieter noch vertieft werden wird, sagt Steffen Marx. Zu den normalen Öffnungszeiten des Möbelhaus Pilipp in Bamberg, können Besucher - Betroffene, interessierte Häuslebauer aber auch Personen, die sich mit dem Gedanken einer Modernisierung oder Sanierung tragen, diese entsprechend ausgestattete Wohnung anschauen. Unter dem Motto „Verstehen durch Erleben“ soll ein Eindruck vermittelt werden, welche Produkte das Leben vorerst komfortabler, später ggfs. notwendig machen und wie man sich bereits jetzt auf spätere Situationen einrichten kann. Dazu gehören natürlich auch Fördermöglichkeiten. Tatsächlich ist die bis auf Veranstaltungstage unbesetzte Dauerausstellung selbsterklärend. In einer Auslagestelle finden Besucher vertiefende Informationen zu den Dienstleistungen aller am Projekt beteiligten Partner, Infotafeln an den Wänden und Bodenaufkleber mit Kurzinformationen geben weiterführende Informationen und ganz wichtig - auch direkte Ansprechpartner an die man sich konkret wenden kann. Teilweise sollen Firmen in Kürze auch Imagevideos auf einem Großdisplay abspielen können.

Regelmäßige Veranstaltungen

Es gibt feste Beratungstermine und Veranstaltungstage, so Nicole Orf. Jeden ersten Samstag im Monat, bietet dort z.B. die Behindertenbeauftrage der Stadt Bamberg zwischen 10.00 Uhr und 13.00 Uhr Beratung zu Wohnraumanpassung und Fördermitteln.  Weiterhin findet jeden ersten Samstag im Quartal findet von 10.00 bis 15.00 ein Beratungstag statt, (Auftakt ist der 6. April) wo dann auch viele weitere am Projekt beteiligte Partner Rede und Antwort stehen. Diese Tage stehen unter dem Motto „Wohnen ohne Hindernisse“ und es sind begleitend auch entsprechende Informationsvorträge zu unterschiedlichen Themen geplant.

 

Der Unternehmer und Hausherr Norbert Pilipp begrüßte die Gäste und sagte, er freue sich sehr, dass das Projekt BALUKA innerhalb der Flächen des Einrichtungshaus Pilipp etabliert werden konnte und bedankte sich bei allen Partnern, die sich mit großem Engagement diesem Projekt widmen. 

Der Oberbürgermeister der Stadt Bamberg Andreas Starke betonte die Bedeutung der Inklusion, der die Stadt letztendlich durch das neu geründete Amt für Inklusion Rechnung trage. Menschen mit Behinderung, Senioren und Seniorinnen aber auch junge Familien fänden hier eine einmalige und hochwertige Informationsplattform.

Als Anbieter von ökologischen Blockhäusern ist es wichtig, dass sich die Menschen in ihren eigenen vier Wänden wohl fühlen. Unsere Mission New World Luxury vereint Weltklasse-Design, neuartige bautechnische Lösungen, ein längeres und gesünderes Leben der Hausbewohner und das Wohlergehen unserer Welt, sagte Johannes Arndt im Beisein des extra aus Finnland angereisten Repräsentanten von Polar Life Haus Mika Ascola. Diese Mission möchte man auch ins Projekt BALUKA mit einbringen. 

Als langjähriges Familienunternehmen ist es uns ein Anliegen die Ansprüche und Wünsche unserer Kundschaft zu erfüllen, sagte Fritz Müller von der gleichnamigen Sanitärfirma. Wir arbeiten dienstleistungs- und lösungsorientiert. Der ständige Kontakt zu unserem Kunden ist uns hier eine hohe Priorität. Das Projekt BALUKA gibt uns die Möglichkeit, vor Ort mit anderen Partnern eng zusammen zu arbeiten und Lösungsvorschläge gemeinsam zu erarbeiten.

Michael Tramowski, Inhaber der Firma STW Böden referierte über besondere Eigenschaften von Böden wie Rutschfestigkeit auch bei Nässe, besonderer Belastbarkeit inkl. Rollstuhleignung definierte die Beläge als antistatisch und antibakteriell, was in vielen Fällen ebenfalls wichtig sei.

Gunther und Jochen Krines präsentierten sich als mittelständisches Unternehmen, dem der direkte Kundenkontakt enorm wichtig sei. Innerhalb des Projektes BALUKA möchten sie zeigen, dass ihre auch sehr individuellen Türen und Fenster für jedermann geeignet sind. Egal ob jemand im Rollstuhl sitzt oder zu den älteren Menschen zählt. Breite Türen, tieferliegende Griffe und automatische Öffnungsmöglichkeiten würden mittlerweile verstärkt nachgefragt.

Matthias Maier erklärte die besonderen Eigenschaften der Wema Flüssigtapete, einem baubiologischen Wand- & Deckenbelag aus edlen Textil- & Naturfasern, auf Wunsch mit integrierten LED`S als Moodlight oder Nachtlicht, der gerade auch deshalb barrierefrei sei, weil auch nach Jahren Beschädigungen durch erneutes Anfeuchten und Glattziehen leicht behoben werden könnten.

Als echte Individualisten zeigten sich Rüdiger Brehm und Rainer Voll von der ersten Konzeptschreinerei für Lebensergonomie, der Schreinerei Haimerl, die sich mit ihren 70 Mitarbeitern, voll auf individuelle Herstellung maßgeschneiderter Möbel spezialisiert haben, die wie die „entgegenkommende Garderobe“ und höhenverstellbare Möbel insgesamt, eine beeindruckende Erleichterung bieten. Innerhalb des Projektes BALUKA arbeiten sie vor allem eng mit dem Möbelhaus Pilipp zusammen. Interessenten können sich z.B. eine nach ihrer Vorstellung geeignete Küche im Einrichtungshaus Pilipp vor Ort aussuchen und anschließend kommen sie mit ihren Schreinerarbeiten ins Spiel und machen z.B. die Küche höhenverstellbar und entgegenkommend.  

Barbi Pfister von Immobilien Pfister und Wolfgang Kohn von der VR Bank Bamberg sind ebenfalls Kooperationspartner in dem Projekt BALUKA. Sie kümmern sich um die Belange aller Altersgruppen. Egal ob jemand ein Eigenheim bauen möchte, kaufen oder verkaufen, oder eine Mietwohnung sucht. Auch versuchen Sie die Belange älterer und behinderter Menschen in vollem Umfang zu berücksichtigen. Gemeinsam bieten sie Beratung im Hinblick auf die Finanzierung, die Förderung von Wohnungsbaumaßen und die Versorgung an. 

Die Philosophie von Sabine König, und auch ihr Ziel ,ist es, allen Menschen ein möglichst selbstständiges und erfülltes Leben zu ermöglichen. Die Visit Gruppe bietet dabei mehr als nur den ambulanten Pflegedienst an. Visit fördert, betreut und unterstützt Menschen in allen Lebenslagen und Altersgruppen. Man freut sich so schon jetzt, an den Beratertagen das breite Angebot, Menschen, die hilfsbedürftig sind zu präsentieren und Hilfe anzubieten, dort wo sie gebraucht wird.

Mit insgesamt rund 140 engagierten, motivierenden und erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sorgt das Mediteam für eine professionelle Beratung und Versorgung bei der Vergabe von Hilfsmitteln, sagte Benedikt Leicht. Hierbei sei es sehr wichtig, höchst individuell auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden und Patienten einzugehen. In der Ausstellung von BALUKA könnten sich die Menschen von den unterschiedlichen Hilfsmitteln überzeugen. Vom Hometrainer, über den Badewannenlift, Treppenlifter, einem Pflegebett bis hin zu speziellen Haltegriffen, präsentiert man dort qualitativ hochwertige Produkte an.

Die Versorgung des geliebten Familienangehörigen im Rahmen einer 24 Stunden Pflege steht bei Alesja Ehlers, Inhaberin der Firma Familienengel, im Mittelpunkt ihrer täglichen Arbeit. Sie möchte Angehörige dabei unterstützen und ihnen Auszeiten und Freiräume gewährleisten. Über die Teilnahme an dem Projekt BALUKA freuen sie sich sehr, da sie hier ihre Dienstleistungen den Angehörigen persönlich näher erläutern kann.

Als Meisterbetrieb präsentierte sich Reinhard Knippen, Hörakustiker, und erklärte, dass es bei der täglichen Arbeit wichtig sei, gerade bei hörbehinderten Menschen auf alle kleinsten Kleinigkeiten zu achten. Gerade in diesem Bereich steht BALUKA erneut für höchste Kompetenz, denn mit dem Hörzentrum Nordbayern, welches zum Uniklinikum Erlangen gehört, erläuterte auch Prof. Dr. Dr. Hoppe die innerhalb der Ausstellung erlebbare Hörtestvariation. Mit den Herstellern Phonak und Jaggo Media konnten 2 weitere ausgewiesene Spezialisten für das Projekt gewonnen werden. Gemeinsam sorgen sie auch innerhalb von BALUKA für direkte Hörunterstützung bei Beratungsgesprächen und Vorträgen durch induktive Übertragung direkt auf Hörgeräte. Jaggo Media ist aber auch Spezialist wenn es darum geht Konferenzräume, Klassenzimmer, Plenarsäle etc. mit den entsprechenden Beschallungs- und Konferenztechniken auszustatten. Die Teilhabe für Hörbehinderte Menschen ist für unsere Gesellschaft enorm wichtig. Auch für Schülerinnen und Schüler ist eine Teilnahme ohne die Beeinträchtigung sehr wichtig. Wir freuen uns Kooperationspartner dieses wunderbaren Projektes sein zu dürfen, sagte Thomas Jaggo.

Olaf Balschun, Hausleiter von Pilipp in Bamberg sprach von hervorragender Resonanz, hoher  Frequenz und großem Interesse vieler Besucher bereits in den letzten Wochen und verwies auf die Vorreiterrolle, die das Einrichtungshaus Pilipp hier eingenommen habe. Man trage auch dem steigenden Kundenwunsch Rechnung, dass mittlerweile Rollstuhlunterfahrbare, behindertengerechte Küchen, Komfortmöbel wie Sessel, Sofas und Betten mit Hebefunktionen immer stärker nachgefragt würden und habe hier bereits ein gutes Angebot vor Ort.

 

Weitere Informationen innerhalb der Ausstellung, unter www.baluka-bamberg.de  und auch per mail bei BETONGOLD-Medien, Herausgeber des BETONGOLD-Journals, Steffen Marx unter steffen.marx@t-online.de 

Eröffnung

25.2.19